Bremsgehäuse reinigen
zerlegen was geht
Wenn das Jahr der Fischerei vorüber ist, würde ich die Fliegenrolle soweit es
mir möglich ist zerlegen. Wie auch bei einem Autogetriebe ist es Unsinn,
dass es Longlife gibt und das Öl nie gewechselt werden muss. Wo Metallflächen in Abhängigkeit von Schmiermittel aneinander laufen, kommt es immer
zu Abrieb. Und auch der sollte bereinigt werden. Also steht zunächst
die Demontage an. Dabei Gilt. NIEMALS nur einen Schraubendreher oder Schlüssel nehmen der nur so lala passt. Edelstahl ist weich. Einige Fliegenrollen-Hersteller Arbeiten mit Klebern wie Loctite. Ist die Schraube erst überdreht hilft
nur Ausbohren & Gewinde neu schneiden, also bitte Vorsicht. Wer
sein Rollengehäuse öffnet und einen braunen Schleier auf den Metallbauteilen
vorfindet, sollte nicht gleicht dem Glauben verfallen die Rolle sei
verrostet. Im Wasser befinden sich viele Eisenanteile die korrosion übertragen. Nach dem Abwischen ist das meist vollständig verschwunden. Am
Land nennt sich das Flugrost. Erst wenn dieser durch mangelnde Pflege
lange auf den Flächen bleibt wird es zu einem Problem. Wer seine Fliegenrolle mindestens einmal im Jahr pflegt kann be einer Hochwertig gefertigten Rolle davon ausgehen, dass sie in unseren Breiten wie zum Beispiel beim Meerforellen fischen ein Leben lang hält. Sicherlich kann die Bremse mal verschleißen aber das muss ja bautechnisch so gewollt sein.
Unten im Bild sieht man deutlich die Salzablagerungen und den Rost durch Sedement.
Wenn Ihr alle Teile sauber zerlegt habt, legt sie in eine Schale. Nun können die Bauteile gereinigt werden indem ihr sie mit Öl ausspült. Ich bevorzuge Ballistol. Das Spült Sedement, Restsalze und alte Fette aus. Ballistol neigt nicht zum Harzen und verträgt sich mit anderen Fetten.
Als alkalisches Öl ist Ballistol-Öl hochwirksam, universell, umweltfreundlich und wirkt zugleich desinfizierend.
- BESSER GEHT ES NICHT FÜR UNS UND DIE NATUR
Ballistol kann aufgrund seiner Zusammensetzung nicht verharzen und ist praktisch unbegrenzt haltbar.
- DIE MEISTEN BILLIGEN FETTE HARZEN UND LASSEN LAGER & GLEITFLÄCHEN SCHWER LAUFEN
Zudem ist Ballistol biologisch vollständig abbaubar,
- TOP EIGENSCHAFT IN UNSEREN GEWÄSSERN
lebensmittelecht und hautverträglich
- UND SCHADET AUCH DEN LEINEN NICHT
Wie unten Im Bild zu sehen ist, lassen sich die Bauteile gut Reinigen. Ohne wischen ist das Meiste ausgespült.
Auch die inneren Bauteile einer Fliegenrolle sind in der Regel leicht zu reinigen. Diese Rolle wurde vor 2 Jahren zuletzt gefischt und war ein Testgerät. Salwasser in Mexico und an der Ostsee Meerforelle ... Hechtfischen Schweden. Also keine Olympischen Spiele. Wenn man sich nun das rostige Öl anschaut und dagegen die blanken Bauteile, sieht man das die eigentlichen Metallbauteile tadellos sind. Wichtig ist das Freilauflager ausgiebig zu reinigen. Dies kann sich schon mal durch feinste Ablagerungen verkeilen. Dann kommt der Effekt. "Links rum gleiches Laufverhalten wie rechts herum" Das liegt an der geringen Fertigungs-tolleranz. Zu dem sind die Rollen des Lagers gehärtet und haben somit einen höheren Ferrit (Eisengehalt) und neigen daher schneller dazu Rost anzunehmen. Das Lager muss präziese laufen weil es bei den meisten Rollen auch noch ein führendes Teil ist. Ich habe es schwebend ausgelegt. So trägt dies bei der Marlo Steel Boss nicht zur Rundlaufgenauigkeit der Spule bei.
So bald gehts weiter, wer noch Tips und Erfahrungen oder Fragen hat kann gerne was dazu schreiben. Vielen Dank vorerst für Euer Interesse! Es folgen weitere Rollenwartungs Berichte zu diesem Thema.








